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Fachgebiet · Lymphologie

Spezialisierte
Lymphtherapie individuell & strukturiert

Diagnostik und konsequente Therapie chronischer Schwellungs­erkrankungen — primäres und sekundäres Lymphödem, Lipödem, Phlebödem. Komplexe Entstauungs­therapie und Kompressions­versorgung aus einer Hand.

Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie – Mitglied Berufsverband der Phlebologen und Lymphologen – Mitglied
DGPL
Mitglied Deutsche Gesellschaft
Phlebologie & Lymphologie
25+
Jahre kombinierte
fachärztliche Erfahrung
KPE
Komplexe Entstauungs­therapie
Phase 1 + 2
Netzwerk
Lymphtherapeut*innen
& Sanitätshäuser
Lymphödem-Behandlung in der Chirurgischen Gemeinschaftspraxis Passau Lymphödem an den Beinen – diagnostische Beurteilung
Mitglied DGPL & Berufsverband Phlebologen

Spektrum

Strukturierte
Lymphtherapie

Das Lymphödem ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung — mit konsequenter Therapie aber sehr gut beherrschbar. Wir bieten die strukturierte Diagnostik und Begleitung in allen Stadien: von der differential­diagnostischen Abgrenzung gegen Lipödem oder Phlebödem über die Komplexe Entstauungs­therapie (KPE) bis zur dauerhaften Kompressions­versorgung.

Differential­diagnose
Klare Abgrenzung Lymphödem ↔ Lipödem ↔ Phlebödem als Basis jeder Therapie.
KPE Phase 1 + 2
Entstauungsphase und Erhaltungsphase strukturiert begleitet.
Therapeuten-Netzwerk
Enge Kooperation mit qualifizierten Lymphtherapeut*innen in Passau.
Sanitätshaus-Anbindung
Direkte Versorgung mit Kompressionsstrümpfen und -bandagen, individuell angepasst.

Schwerpunkte

Krankheitsbilder
& Therapie

Vom Erstbefund über die Stadien­einteilung bis zur dauerhaften Therapie­begleitung — wir bieten alle Bausteine der modernen Lymphtherapie aus einer Hand.

Krankheitsbild Primäres Lymphödem angeboren Stemmer-Zeichen Passau

Primäres Lymphödem

Angeborene Fehlanlage des Lymph­gefäß­systems — meist an Beinen, oft asymmetrisch, beginnt häufig im jungen Erwachsenenalter. Diagnose über klinische Zeichen (Stemmer), Anamnese und ggf. Sonographie.

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Krankheitsbild Sekundäres Lymphödem nach Operation Strahlentherapie Passau

Sekundäres Lymphödem

Erworben, z. B. nach onkologischer Operation (Brust, Gynäkologie, Urologie), Strahlen­therapie, Verletzung oder schweren Infektionen. Strukturierte Diagnostik, Stadien­einteilung und Therapieplan.

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Diff.diagnose Lipödem Diagnostik und konservative Therapie Passau

Lipödem

Symmetrische, schmerzhafte Fettverteilungs­störung der Beine (selten Arme), fast ausschließlich bei Frauen. Klinische Diagnose, klare Abgrenzung zum Lymphödem und konservative Therapie mit Kompression und Bewegung.

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Diff.diagnose Phlebödem Differentialdiagnose Lymphödem Passau

Phlebödem

Schwellung infolge chronisch-venöser Insuffizienz — wichtige Differential­diagnose zum Lymphödem. Abklärung mit Farbduplex, oft kombinierte Therapie aus Venen­behandlung und Kompression.

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Therapie Komplexe Physikalische Entstauungstherapie KPE Passau

Komplexe Physikalische Entstauungs­therapie (KPE)

Goldstandard der Lymphödem­therapie — Kombination aus manueller Lymphdrainage, Kompressions­bandagierung, Bewegungs­therapie und Hautpflege. Phase 1 (Entstauung) und Phase 2 (Erhalt).

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Therapie Kompressionsstrümpfe individuell angepasst Passau

Kompressions­versorgung

Individuelle Verordnung und Anpassung von Kompressions­strümpfen (flach- oder rundgestrickt) und -bandagen. Verlaufs­kontrollen und Re-Versorgung in regelmäßigen Abständen.

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Patientenschulung Selbstmanagement Lymphödem Schulung und Patientenbegleitung Passau

Selbstmanagement & Schulung

Therapieerfolg ist beim Lymphödem zu großen Teilen Eigen­leistung. Wir vermitteln strukturiert, was Sie selbst zur Stabilisierung beitragen können — von der täglichen Hautpflege bis zur Selbstbandagierung im Alltag.

Hautpflege & Infektions­prophylaxe
Selbstbandagierung & Kompressions-Handling
Bewegung & Sport bei Lymphödem
Ernährungs- & Gewichtsmanagement
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Stadieneinteilung

Lymphödem-Stadien
nach ISL

Die Internationale Gesellschaft für Lymphologie (ISL) teilt das Lymphödem in vier Stadien ein. Eine möglichst frühe Diagnose und Therapie verhindert das Fortschreiten in höhere Stadien — und macht oft den entscheidenden Unterschied.

Stadium Klinik Bedeutung Therapie
0 latent Latentes Lymphödem Klinisch unauffällige Schwellung — der Lymphtransport ist eingeschränkt, sichtbare Symptome fehlen noch. Subklinisches Stadium nach lymphatischer Schädigung (z. B. nach OP), bevor sich eine sichtbare Schwellung ausbildet. Aufklärung, frühzeitige Hautpflege, Kompressions­ärmel/-strumpf vorsorglich, Bewegung — Ziel: Manifestation verhindern.
I reversibel Reversibles Stadium Eindrückbare, weiche Schwellung, die durch Hochlagern über Nacht deutlich zurückgeht. Stemmer-Zeichen meist negativ. Fortschreitende Lymph­transport­störung mit beginnender Eiweiß­akkumulation — noch vollständig therapierbar. Komplexe Entstauungs­therapie (KPE) Phase 1: manuelle Lymphdrainage, Kompressions­bandagierung, Bewegung, Hautpflege.
II spontan irreversibel Spontan irreversibel Die Schwellung geht durch Hochlagern nicht mehr zurück. Beginnende Hautverhärtung (Fibrose), Stemmer-Zeichen positiv. Bindegewebs­umbau setzt ein — ohne konsequente Therapie irreversibel. Gefahr von Erysipelen. Intensive KPE Phase 1 (oft stationär), anschließend lebenslange Phase 2 mit flachgestrickter Kompression.
III elephantiastisch Elephantiasis Massive, harte Schwellung mit ausgeprägten Hautveränderungen (Papillomatose, Hyperkeratose), Bewegungs­einschränkung. Schwerste Form mit deutlich reduzierter Lebensqualität — auch hier ist Reduktion durch konsequente Therapie möglich. Stationäre KPE, intensive Pflege, ggf. plastisch-chirurgische Reduktion (z. B. Liposuktion). Lebenslange Begleitung.

Stadieneinteilung nach Internationaler Gesellschaft für Lymphologie (ISL). Die individuelle Therapie­empfehlung erfolgt stets nach umfassender Diagnostik und unter Berücksichtigung von Begleit­erkrankungen.

Ablauf

Vom Erstkontakt
bis zur Erhaltungstherapie

1

Diagnostik & Differential­diagnose

Anamnese, klinische Untersuchung, Stemmer-Zeichen, Sonographie — Abgrenzung Lymphödem ↔ Lipödem ↔ Phlebödem.

2

Stadien­einteilung & Plan

Einstufung nach ISL, individuell zugeschnittener Therapieplan, Verordnung der KPE-Bausteine.

3

KPE Phase 1 — Entstauung

Manuelle Lymphdrainage, Kompressions­bandagierung, Bewegung, Hautpflege — meist über mehrere Wochen.

4

KPE Phase 2 — Erhalt

Dauerhafte Kompressions­strümpfe, Verlaufs­kontrollen, Schulung im Selbst­management — lebenslange Begleitung.

Spezialist

Ihr Lymphologe
in Passau

Dr. med. Thomas Jerkku – Facharzt Gefäßchirurgie Phlebologie Lymphologie Passau

Dr. med. Thomas Jerkku

Facharzt für Gefäßchirurgie · Zusatzbezeichnung Phlebologie · Lymphologie

Schwerpunkte in der Lymphologie: Diagnostik primärer und sekundärer Lymphödeme, Stadien­einteilung, KPE-Indikation, Verordnung & Anpassung von Kompressions­strümpfen, langfristige Therapie­begleitung. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie (DGPL).

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Selbstcheck

Wann sollten Sie zum
Lymphologen?

Lymphödeme entwickeln sich meist langsam, oft über Monate oder Jahre. Diese Symptome sind typische Hinweise auf eine lymphatische Störung — und sprechen für eine fachärztliche Abklärung möglichst früh im Verlauf.

Persistierende Schwellung

Schwellung am Bein, Arm oder Rumpf, die über Tage besteht und nicht durch Hochlagern verschwindet.

Stemmer-Zeichen positiv

Hautfalte über der zweiten Zehe lässt sich nicht abheben — klassisches klinisches Zeichen eines Lymphödems.

Asymmetrische Schwellung

Ein Bein oder Arm deutlich dicker als die andere Seite — Hinweis auf einseitige Abflussstörung.

Spannungs­gefühl & Schwere

Ziehende Spannungsgefühle, schweres Bein/Arm — verstärken sich oft im Tagesverlauf oder bei Wärme.

Verhärtete Haut

Haut wird im Verlauf dicker, fester, weniger eindrückbar — Zeichen einer beginnenden Fibrose.

Wiederkehrende Erysipele

Wundrose oder bakterielle Hautinfektionen am betroffenen Glied — typisch bei chronischer Lymph­abfluss­störung.

Zustand nach Krebs-OP

Schwellung nach Brust-, gynäkologischer oder urologischer OP mit Lymphknoten­entfernung — frühzeitig vorstellen.

Symmetrische Beinschwellung

Beide Beine gleichmäßig druckschmerzhaft geschwollen, Knöchel ausgespart — Hinweis auf ein Lipödem.

!
Akut: Plötzliche, einseitige, schmerzhafte Schwellung
Eine plötzlich aufgetretene, einseitige, schmerzhafte und gespannte Schwellung ist kein Lymphödem — sie kann auf eine tiefe Beinvenen­thrombose (TVT) hinweisen, ein medizinischer Notfall mit Risiko einer Lungen­embolie. Bitte stellen Sie sich unverzüglich vor: 0851 / 85 18 464 oder Notruf 112.

Häufige Fragen

Antworten zur Lymphologie

Beide gehen mit Schwellung der Beine einher, sind aber sehr unterschiedlich: Das Lymphödem ist eine Lymphabfluss-Störung, oft asymmetrisch, mit positivem Stemmer-Zeichen und Beteiligung der Zehen. Das Lipödem ist eine Fettverteilungs­störung, fast nur bei Frauen, symmetrisch, druckschmerzhaft und spart Füße bzw. Hände aus. In fortgeschrittenen Stadien können beide Erkrankungen kombiniert auftreten (Lipo-Lymphödem).

Die KPE ist der Goldstandard der Lymphödem­therapie und besteht aus vier Säulen: manuelle Lymphdrainage, Kompressions­bandagierung/-strumpf, Bewegungs­therapie und Hautpflege. Sie läuft in zwei Phasen ab — Phase 1 (Entstauung) über mehrere Wochen, Phase 2 (Erhalt) lebenslang. Wir koordinieren die KPE mit qualifizierten Lymphtherapeut*innen und Sanitätshäusern in Passau.

Bei nachgewiesener medizinischer Indikation (Lymphödem, Lipödem mit Begleitsymptomen) sind sowohl die manuelle Lymphdrainage als auch die Kompressionsversorgung (Strümpfe oder Bandagen) Kassen­leistungen — sowohl bei gesetzlich als auch bei privat versicherten Patienten. Wir verordnen die Therapie und stellen sicher, dass die Versorgung lückenlos beim Sanitätshaus angepasst wird.

Ein manifestes Lymphödem (ab Stadium II) ist nicht heilbar, aber sehr gut beherrschbar. Mit konsequenter KPE und Kompressionsversorgung lässt sich das Volumen deutlich reduzieren und stabil halten — Lebensqualität und Beweglichkeit bleiben erhalten. Im latenten Stadium 0 oder im frühen Stadium I sind eine vollständige Rückbildung und langfristige Beschwerdefreiheit möglich. Frühe Diagnose ist daher entscheidend.

Sehr viel — der Therapieerfolg hängt zu einem großen Teil von der Eigen­leistung ab. Wichtig sind: tägliche Hautpflege mit milden Produkten zur Infektions­prophylaxe, konsequentes Tragen der Kompression, regelmäßige Bewegung (Schwimmen, Walking, Radfahren), Selbstbandagieren in fortgeschrittenen Stadien, und Vermeidung von Verletzungen sowie überschießender Wärme (Sauna, Sonne) am betroffenen Glied. Wir schulen Sie strukturiert in allen vier Bereichen.

In der Erhaltungsphase (KPE Phase 2) empfehlen wir Verlaufs­kontrollen halbjährlich bis jährlich — bzw. unmittelbar bei jeder spürbaren Verschlechterung. Die Kompressions­versorgung wird in der Regel alle 6 Monate erneuert; wir prüfen Passform, Druckwerte und Hautzustand bei jedem Termin und passen die Verordnung an.

Eine Überweisung ist nicht zwingend erforderlich. Sie können sich als gesetzlich oder privat versicherter Patient direkt bei uns vorstellen. Bringen Sie zur Erstvorstellung bitte vorhandene Befunde, OP-Berichte (z. B. nach Tumor-OP) und eine Liste Ihrer Medikamente mit.

Termin

Schwellung,
die nicht weichen will?

Frühe Diagnose und konsequente Therapie sind der wichtigste Hebel beim Lymphödem. Wir nehmen uns Zeit für eine sorgfältige Differential­diagnose und einen klaren, individuellen Therapieplan.

0851 / 85 18 464